Neue Saison, neue Gegner und vermutlich eine der stärksten 2. Liga Gruppen der letzten Jahre. Nach diversen Abgängen von Leistungsträgern und einigen verletzungsbedingten Ausfällen war bereits vor dem ersten Spiel klar, dass die neue Saison für die Foxes eine Herausforderung werden würde. Zum Saisonauftakt musste deshalb ein bunt zusammengewürfelter und kleiner Kader aus Spielern der 2., 3. und 4. Liga ran.
Trotz dieser schwierigen Ausgangslage wollten wir uns keinesfalls verstecken. Die Mannschaft kämpfte, hielt dagegen und versuchte über 60 Minuten, das Beste aus den vorhandenen Möglichkeiten herauszuholen. Dass dabei noch längst nicht alles funktionierte, war allerdings ebenfalls deutlich zu sehen.
Das grösste Problem an diesem Abend war unsere Chancenverwertung. Mit lediglich 40 % Wurfquote machten wir uns das Leben selbst schwer. Einen grossen Anteil daran hatte allerdings auch der gegnerische Torhüter. Mit einer sagenhaften Abwehrquote von 50 % brachte er uns immer wieder zur Verzweiflung. Er erkannte viele unserer Wurfmuster erstaunlich schnell und wusste mit zunehmender Spieldauer immer besser, wohin unsere Abschlüsse kommen würden.
Mit 8 Treffern aus 9 Versuchen war Nick Mühlemann der beste Werfer der Foxes an diesem Abend und offensiv kaum zu stoppen. Auch Roger Gysin mit sechs sowie die beiden Junioren aus der 3. Liga, Alperen Yesin und Levente Fall, mit jeweils vier Treffern übernahmen Verantwortung. Insgesamt fehlte uns im Abschluss aber die nötige Konsequenz und teilweise auch die nötige Variation.
In der zweiten Halbzeit zeigten die Foxes nochmals, dass sie sich trotz der schwierigen Voraussetzungen nicht einfach geschlagen geben wollten. Mit viel Kampf und Einsatz arbeiteten wir uns nochmals bis auf ein Tor heran. Mit dem kleinen Kader und den begrenzten Wechselmöglichkeiten fehlten uns in der Schlussphase jedoch schlicht die nötige Kraft und der letzte Schnauf, um dieses Niveau bis zum Ende zu halten.
Am Ende steht eine Niederlage zum Saisonauftakt. Eine, die sicherlich schmerzt, aber auch zeigt, dass wir selbst mit einem stark dezimierten und bunt zusammengewürfelten Kader mithalten können. Gleichzeitig wurde deutlich, wo wir uns verbessern müssen. 40 % Wurfquote reichen nicht, wenn man Spiele in dieser Gruppe gewinnen will.
Die neue Saison wird uns fordern. Nach den Abgängen und den vielen Verletzten müssen wir uns als Mannschaft neu finden und jeder Einzelne wird Verantwortung übernehmen müssen. Der erste Auftritt hat aber auch gezeigt, dass Kampfgeist und Wille nach wie vor vorhanden sind. Jetzt gilt es, daraus wieder unseren Handball zu formen und vor allem vor dem Tor konsequenter zu werden.
Nächstes Wochenende geht es bereits weiter. Auswärts treffen wir in Emmen auf den aktuellen Tabellenzweiten und damit auf einen starken Brocken. Viel Zeit, um der Auftaktniederlage nachzutrauern, bleibt also nicht. Gegen einen starken Gegner braucht es über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung und vor allem mehr Konsequenz im Abschluss.