Starke erste Halbzeit – am Ende fällt die Niederlage zu deutlich aus
Zum Saisonauftakt traf unsere 4. Liga auf die SG Stäfa/Meilen. Nach einem sehr guten Abschlusstraining mit hoher Trainingspräsenz gingen wir mit einem 13-Mann-Kader in die Partie, dies auch dank Unterstützung aus dem M3 und M2 Team. Mit Stäfa/Meilen wartete gleich zum Auftakt ein starker Gegner, der mit mehreren Spielern antrat, die über Erfahrung aus höheren Ligen verfügen.
Davon liessen wir uns in der ersten Halbzeit jedoch wenig beeindrucken. Offensiv fanden wir gut ins Spiel und kamen immer wieder zu unseren Toren. Insbesondere Roger Gysin und Levi Fall sorgten sowohl offensiv als auch defensiv für wichtige Impulse. Trotzdem bereitete uns die eigene 6:0-Verteidigung Schwierigkeiten. Die Abstimmung im Innenblock funktionierte noch nicht optimal und aufgrund unserer personellen Möglichkeiten waren wir bei Wechseln auf den zentralen Defensivpositionen etwas eingeschränkt. Nach kleineren Umstellungen gelang es uns jedoch besser, Stäfa/Meilen zu Würfen aus dem Rückraum zu zwingen.
So entwickelte sich eine ausgeglichene erste Halbzeit. Mal lagen wir knapp vorne, mal ein oder zwei Tore zurück. Mit einem 14:15-Rückstand ging es schliesslich in die Pause – ein Zwischenstand, mit dem wir gegen diesen starken Gegner durchaus zufrieden sein konnten.
Entsprechend viel nahmen wir uns für die zweite Hälfte vor. Ausgerechnet die ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff wurden dann aber zu unserer schwächsten Phase. Defensiv verloren wir den Zugriff und auch offensiv häuften sich technische Fehler und einfache Ballverluste. Stäfa/Meilen nutzte dies konsequent aus und konnte sich erstmals rund fünf Tore absetzen.
Ganz abschütteln liessen wir uns zunächst trotzdem nicht. Wir hielten den Rückstand über längere Zeit in einem Bereich, in dem zumindest noch etwas möglich gewesen wäre.
Die Hypothek aus dem schwachen Start in die zweite Halbzeit konnten wir aber nicht mehr wettmachen. In den letzten Minuten liessen wir schliesslich etwas nach, während Stäfa/Meilen konsequent weiterspielte und das Resultat noch deutlich auf 24:35 ausbauen konnte.
Damit fällt die Niederlage am Ende sicherlich etwas zu hoch aus und widerspiegelt insbesondere unsere starke erste Halbzeit nur bedingt.
Trotzdem zeigte die Partie auch auf, woran wir noch arbeiten müssen – insbesondere an der Abstimmung und Stabilität unserer Defensive sowie daran, schwächere Phasen möglichst kurz zu halten. Gleichzeitig können wir einiges Positives aus unserem ersten Saisonspiel mitnehmen. Über weite Strecken zeigten wir eine kämpferisch gute Leistung und konnten gegen einen qualitativ starken Gegner mithalten. Bereits in zwei Wochen bietet sich im Cup die nächste Gelegenheit: Dann treffen wir in Kilchberg erneut auf die SG Stäfa/Meilen. Dort wollen wir an die starke erste Halbzeit anknüpfen, nochmals eine Schippe drauflegen und dieses Mal bis zum Schluss um den Sieg mitspielen.
Bericht: Benjamin Frey